Zum Sterben schön

„Ja, was war die Liebe? Ein Wind, der in den Rosen rauscht, nein, ein gelbes Irrlicht im Blut. Sie war wie die Marguerite, die sich dem Kommen der Nacht weit öffnet, und wie die Anemone, die sich vor einem Atemhauch verschließt und bei Berührung stirbt.

Und macht sie nicht die Nonne toll und verdunkelt den Verstand der Prinzessin? Sie wirft den Kopf des Königs auf den Weg, dass sein Haar den Staub der Straße fegt, und lässt ihn dabei schamlose Worte vor sich hin flüstern und lachen und die Zunge herausstrecken.

Und die Liebe ward der Ursprung der Welt und die Beherrscherin der Welt; aber alle ihre Wege sind voll von Blumen und Blut, Blumen und Blut.“

Knut Hamsun, „Victoria“

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